Der erste richtige Tag in Tokio

Gut geschlafen am Flughafen nahe Tokio

9:30 Uhr in Tokio, mein Wecker klingelt. Checkout muss bis 10 Uhr erledigt sein, deswegen heißt es aufstehen und richten.
Während der Wecker noch klingelt realisiere ich erst wieder, dass ich mich gerade in Japan befinde. Ich bin wirklich hier in Tokio!
Also richte ich mich, was nicht wirklich lange braucht, da ich ja nichts frisches da habe.., und mache mich auf dem Weg.

Pasmo Karte und mobiles Internet

Mein erstes Ziel war das internationale Terminal des Flughafens. Dort befindet sich alles schön aufgereiht für die Touristen, damit das auch wirklich jeder (so jemand wie ich :)) findet. Gewappnet mit der Pasmo Karte und einem Datentarif begab ich mich auf dem Weg in die Stadt.

Mit der Pasmo Karte hat man es leicht in Tokio

Erst einmal orientieren..

Mein erstes Ziel in Tokio selbst war meine Unterkunft. Diese liegt in Shinjuku und habe ich relativ schnell gefunden. Positiv war anfangs,  dass die Rezeptionistin bereits von meinem vermissten Gepäck Bescheid wusste und mir mitgeteilt hat, wo dieses dann nach der Ankunft gelagert wird.

Nachdem diese Sache erledigt war, machte ich mir so langsam mal Gedanken über das Frühstück. Glücklicherweise befindet sich direkt nebenan ein Sushi Laden und somit gab es ziemlich günstig eine Sushi Platte als erste richtige Mahlzeit in Tokio.

Gestärkt geht es los, aber planlos durch Tokio

Vom Sushi aus ging ich einfach mal frei Schnauze durch die Stadt und schaute dorthin, wo es in dem Moment interessant aussah.
Es ging von Geschäft zu Geschäft bis ich einen Stadtpark entdeckt habe. Da wollte ich dann auf jeden Fall rein und folgte den Schildern zum Eingang. Im inneren des Parks fand sich eine wunderschöne Landschaft wieder mit einigen Teichen. Als ich den Teich durchquert habe, fiel mir auf Google Maps auf, dass der nächste Park nicht allzu weit weg ist. Also bin ich auch noch durch diesen gegangen und habe den Meji Schrein erkundet. Dort ist die Seele eines früheren Kaisers beheimatet.
Vom Meji Schrein aus befand ich mich im Bereich Shibuya und pflügte mich wieder von Straße zu Straße durch. Hier befand sich sozusagen ein wenig die Shopping Meile von Tokio mit den typischen Geschäften (Weltmarken usw.).

Es gibt auch kleinere Gassen in Tokio Mitten in Tokio
Der Meji Schrein im Herzen von Tokio  Entspannen in einem Park in Tokio

Shibuya Crossing und Spielhölle

Ein “Muss” in Shibuya ist natürlich die berühmte Shibuya Kreuzung. Hier laufen bis zu 3000 Menschen auf einmal über die Straße, wenn die Ampel auf grün umschlägt. Das wollte ich auf jeden Fall live mit erleben. Natürlich jetzt nicht auf die Art und Weise wie Klaas beim Duell um die Welt (Braveheart Rede) aber einfach mit dem Fluss über die Straße laufen. Wenn man das von außen beobachtet sieht es einfach nur cool aus, sobald die eine Welle an Menschen auf die andere trifft.

Shibuya Kreuzung in Tokio mit durschnittlich 3000 Fußgängern
Gleich neben der Shibuya Kreuzung befand sich eine Spielewelt mit Gewinnspiel- und Arcadeautomaten. Was es dort alles zu gewinnen gibt ist der Wahnsinn. Entweder riesige Plüschtiere oder coole Anime Figuren (One Piece, Dragonball, usw.). Alles was das Anime/Manga Herz begehrt. Geht man ein Stockwerk höher kommt man mehr in den Arcade Bereich. Dort gibt es Klassiker wie Mario Kart als Spiel am Automaten. Genauso stehen einem auch simple “Haudrauf” Spiele, wie Bongo spielen oder Reaktionen testen, zur Verfügung.

Arcade Maschine in einer Spielhölle in Tokio Mario Kart Arcade Maschine in einer Spielhölle in Tokio
Weitaus japanischer wird es dann mit einer nachgebauten Pferderennbahn, die letztendlich auch nur virtuell lief. Genauso auch Spielautomaten mit dem japanischen Klassiker Final Fantasy, an dem man sogar lokal zusammenspielen kann. Im obersten Stock wurde es dann noch zukunftsorientiert. Dort konnte man viele Spiele mit Virtual-Reality Fokus finden. Beispielsweise eine Dschungeltour an der man an einer Schaukel befestigt wurde und die hoch und runterging. Die Virtual Reality Brille unterstützt das Erlebnis dann.
Leider habe ich nicht so viele Bilder hier, da ich mich in dem Moment nicht so getraut habe die Leute beim Spielen zu fotografieren. Ich versuche das mal noch nachzuholen.
Ach ja, ich habe mich auch an einem Automaten mit Greifzange versucht. Ich habe natürlich verloren ;).

Treffen mit einem Koreaner

Wie ich gestern schon kurz angekündigt habe, habe ich mich heute mit einem Koreaner getroffen, der in Bochum lebt und dort als Sushi Aushilfe tätig ist. Ich habe gestern ja geschrieben, dass er in Düsseldorf lebe, aber seine Profildaten stimmen wohl nicht mehr. Er selbst war sehr ruhig und am Anfang erst ein wenig planlos. Ich dachte zuerst er kommt aus Japan und kennt sich eigentlich top aus hier. Er kannte sich ganz gut aus und wollte selber noch ein paar Orte besuchen. Leider war es da schon ca. 18 Uhr, weswegen die meisten Touristen Attraktionen, wie der Meji Schreib oder die NHK Broadcasting Studios, geschlossen waren. Somit haben wir nicht wirklich viel erreicht in der Zeit.
Während wir unterwegs waren habe ich ihn mal gefragt, was er eigentlich von der Politik von Nordkorea meint. Er sagte daraufhin, dass die die Nordkoreaner sich das alles nicht wünschen und hoffen heil durch die Sache durchzukommen. Zum Abschluss der etwas planlosen Tour sind wir noch in der Nähe des Bahnhofs von Shibuya Ramen essen gegangen. Ramen ist eine riesige Nudelsuppenschüssel mit extra Zutaten, wie z.B. Rind, Ei, Gemüse, Fisch. Die Schüssel war so groß, dass sogar ich etwas kämpfen musste.

Maskottchen der Fernsehanstalt in Tokio Shinjuku, Tokio bei Nacht

Bilanz des Tages

Das Frei Schnauze Rumlaufen hat sich gelohnt. Durch die zentrale Lage meiner Unterkunft konnte ich einiges zu Fuß machen. 20 km bin ich durch Straßen und Parks gelaufen.

Die Leute sind einfach durch und durch nett. Gerade am Anfang als ich bei der Bahn nicht ganz durchgestiegen bin, wo ich hin muss und ich wohl so verloren ausgesehen habe, kommt einfach jemand auf mich zu und zeigt mir den Weg. Bis jetzt hab ich meines Wissens keine “bösen” Blicke geerntet wegen falschem bzw. anderem Verhalten.

Jetzt (21 Uhr hier) bin ich gerade am Schreiben des Blogs im Community Raum. Nebenbei läuft eine japanische gameshow mit irgendwelchen Ratespielen. Ich nutze gerade die letzten Energiereserven meiner Akkus, da meine Stromadapter dummerweise in meinem Gepäck sind. Dieses bekomme ich ja erst heute Nacht wieder.
Die nächsten Tagen wird dann der Bericht über das Capsule Hotel erscheinen in dem ich heute zum ersten Mal schlafe.

Also freut euch auf neue Geschichten aus Tokio.

Wie es in auf meiner Reise weitergeht könnt Ihr hier sehen: Mein Plan in Japan

Alle Fotos und Videos stelle ich auf meiner OneDrive bzw. auf der Seite Fotos und Videos bereit.

Bis dann!

Euer DomZrrR

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