Kyoto – erste Eindrücke

Zugfahren mit dem Shinkansen nach Kyoto

Von Mt. Fuji zurück nach Otsuki, wechseln nach Yokohama und dann einsteigen in den Shinkansen, Japans Schnellzug.
Mit 300 km/h geht die Fahrt wie im Fluge vorbei. Das Geheimnis des Shinkansen ist nicht seine Höchstgeschwindigkeit, sondern seine stets hohe Durchschnittsgeschwindigkeit. In knappen 2 h 20 min ging es von Yokohama nach Kyoto mit kurzem Stopp in Nagoya.
Im Zug selbst sieht es ein wenig aus wie in einem Flugzeug. Nach der Ankunft bin ich am Abend noch ein wenig durch die unmittelbare Umgebung gelaufen und habe mich ein wenig auf Entdeckungsreise begeben.

Über 7 Brücken musst du…äh durch 1000 Tore gehen

Als erstes hat es mich heute zum Berg Inari verschlagen. Dort liegt der Schrein Fushimi Inari. Der Schrein ist dem Reisegott Inari gewidmet, der auf dem ganzen Gelände lauter Fuchsstatuen aufgestellt hat. Die Füchse waren die Nachrichtenverteiler des Gottes.
Am Fuß des Berges beginnt es mit einem großem Tor gefolgt vom Hauptschrein. Danach kann man den Weg zur Spitze sehen, der mit den Shinto Toren gepflastert ist. Die Shinto Tore werden größtenteils von Firmen gesponsert, dessen günstigste Ausführung ca. 1700€ gekostet hat. Auf der Vorderseite ist ein Tor schlicht und einfach nur rot, auf der Rückseite hat es oft eine Botschaft stehen.

Der Berg selbst ist 233 m hoch und bietet hin und wieder einen schönen Ausblick über Kyoto. Viele Touristen kommen bei den vielen Treppenstufen schnell ins Schnaufen und müssen oftmals eine Pause einlegen. Ich freue mich dagegen mal wieder über etwas Sport und konnte den Berg relativ zügig hochlaufen. Beim Herabsteigen habe ich mich leider kurz verlaufen, weshalb ich am Ende in einem Wohngebiet gelandet bin statt am Fuß des Bergs. Da ich noch bei einigen Essensständen vorbeischauen wollte, suchte ich nach dem richtigen Weg.
Mit einer halben Stunde Umweg habe ich es dann endlich zurückgeschafft und konnte noch ein Pad Thai ähnliches Gericht essen. Zu diesen Nudeln gab es Mayonnaise, was aber richtig gut geschmeckt hat. Da sich dieser Ausflug mit dem Aufstieg relativ lang gezogen hat machte ich mich erst einmal auf dem Weg ins Zentrum.

 

Staunen über den Bahnhof in Kyoto

Ausgestiegen am Hauptbahnhof in Kyoto laufe ich aus dem Ticket Bereich hinaus in die Haupthalle. Und diese Haupthalle haut einen meiner Meinung nach richtig um. Auf der linken Seite geht es steil Treppen hinauf, auf der rechten Seite befindet sich ein größerer Platz. Die Treppen führen zudem zu einem kleinen Garten auf dem Dach an dem man gut Pause einlegen kann. Auf dem Weg zur anderen Seite, die des größeren Platzes, kommt man an einem Aussichtspunkt auf den Kyoto Tower vorbei. Runter ging es dort dann wieder und ich ging aus dem Bahnhof hinaus Richtung Stadt.

Entspannen am Higashi Honganji Tempel

Relativ nah am Bahnhof liegt der Higashi Honganji Tempel. Dort konnte ich gerade noch kurz vor Schließung ein, zwei Blicke erhaschen und auch in den Innenbereich rein. Die Wachen beim Tempel waren schon ein wenig ungeduldig und wollte die Türen zum Tempel schließen. In der Tempelanlage durfte man nur barfuß über die Holzdielen laufen. Nachdem die Innenräume der Gebäude bereits geschlossen haben, habe ich mich noch an einem Brunnen entspannt hingesetzt und die relativ wenigen Leute beobachtet.

Zum Abschluss

Ich finde, Kyoto ist eine ganz andere Art von Stadt als Tokio. Sie ist im Vergleich zu Tokio ruhig und nicht so bunt. Es gibt bei weitem nicht so viele Leute auf der Straße wie in Tokio. Mir gefällt es hier, die Stadt hat Charme!

Morgen werde ich wahrscheinlich einen Tagesausflug nach Nara machen. Dieses liegt etwa eine Stunde entfernt und lässt sich leicht mit dem Zug erreichen.

Bis dahin!

Euer DomZrrR

Wie es in auf meiner Reise weitergeht könnt Ihr hier sehen: Mein Plan in Japan

Alle Fotos und Videos stelle ich auf meiner OneDrive bzw. auf der Seite Fotos und Videos bereit.

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