Okayama und Himeji

Kurz nach meiner Ankunft lerne ich lauter neue Leute kennen. An jeder Ecke entsteht eine neue interessante Unterhaltung und teilweise trifft man sich im Verlauf der Reise auch wieder. Los ging es in Okayama.

Bestes Okonomiyaki in Okayama

Von Hiroshima ging es für mich weiter nach Okayama. Am letzten Abend im Hostel in Hiroshima habe ich einmal kurz in die Runde gefragt, ob jemand schon in Okayama war bzw. noch hinreisen wird, um zu erfahren, wie lange der Aufenthalt dort sein sollte. Daraufhin hat sich eine Chilenin gemeldet, die zufälligerweise auch nach Okayama am nächsten Tag fuhr. Nach einem etwas längeren Gespräch kam dann heraus, dass sie auch noch im selben Hostel sein wird, wie dem, welches ich währenddessen gebucht habe. So war es also klar, dass wir uns am nächsten Tag wiedersehen würden.

In Okayama bin ich entspannt mit dem Shinkansen angekommen und zum Hostel gelaufen. In der Früh habe ich mir relativ viel Zeit gelassen und hatte deshalb Stress beim Checkout, so dass das Frühstück etwas kleiner ausfiel. Mit ordentlich Hunger im Magen habe ich mir vom Hostel Besitzer eine Empfehlung geben lassen und bin dann gleich um die Ecke zum empfohlenen Okonomiyaki Laden gegangen.

Okonomiyaki ist wie eine Pizza, die aus Pfannkuchen zusammen mit verschiedenen Inhalten, wie Nudeln, Fleisch, Fisch usw. besteht. Sie hat zudem eine besondere Sauce als Topping und wird vor den Augen des Speisenden zubereitet. Je nach Ort wird Okonomiyaki anders zubereitet. Ich habe die Hiroshima Version erhalten, welche dort eine Spezialität ist. Und sie war spitzenmäßig. Ich war so satt, dass ich nicht einmal mehr Lust auf Abendessen hatte.

Okayama Castle..und weiter?

Viel habe ich in Okayama an Sehenswürdigkeiten nicht gefunden. Ich blieb eine Nacht dort und habe mich nach dem Okonomiyaki auf den Weg zur Burg in Okayama gemacht. Die Burg hatte hinter sich noch einen riesigen Garten mit einem großen Teich, durch den man einige Zeit spazieren konnte. Natürlich waren meine Augen vor allem auf die Sakura Bäume geschärft, die zu meiner Enttäuschung leider bei weitem noch nicht blühten. Die Burg selber hatte einen typischen Aufbau, wie auch schon das Hiroshima Castle, jedoch ist es immer wieder imposant sich diese Gebäude anzusehen.

Am Abend ging es zurück ins Hostel, in welchem ich ja auf traditionelle Art und Weise in einem Futon schlafen konnte. Der Hostel Besitzer des Lazy Hostels hat zudem alle derzeitigen Bewohner eingeladen auf eine kleine Party im Aufenthaltsraum am Abend. Bier wurde kaltgestellt und der Whiskey herausgeholt. Am Ende gab es einen echt lustigen Abend mit einem weiteren Deutschen, zwei Japanern, einem Australier und der Chilenin vom Abend zuvor aus Hiroshima, die später noch zur Runde hinzustieß.

Kurzer Halt in Himeji

Bevor es weiterging nach Kobe machte ich noch einen Zwischenstopp in Himeji. Ich legte meinen großen Backpacker Rucksack ab und sperrte ihn in ein Münzschließfach. Viele Schilder lenkten die Touristen schon in die richtige Richtung zum großen Himeji Castle. Dies soll eins der schönsten sein, vor allem in Kombination mit den Kirschblüten. Entsprechend hoch war also meine Erwartung, die jedoch ziemlich schnell gesenkt wurde, als ich den 15 Minuten Gang vom Bahnhof zur Burg anging.

Kirschblüten waren hier fehl am Platz. Die gesamte Vorhersage hatte es ja, wie im Beitrag Sakura Hanami geschrieben, über den Haufen gehauen und ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch keinen einzigen blühenden Baum finden. Mit dem zusätzlich bewölkten Wetter lief ich etwas deprimiert über das Geländer der Burg, die mit ihrem weißen Hochglanz etwas in der dichten Wolkenwand im Hintergrund verschwand.

Die Routen in der Burg selber führten über die verschiedenen Verwaltungsgebäude sowie natürlich die Burg selber. Diese hatte einen größeren und weitläufigeren Aufbau als die in Hiroshima oder Osaka. Sehr viele Leute waren zu diesem Zeitpunkt in der Burg, weshalb der Weg durch die Burg von Helfern geordnet wurde. Dies war auch unbedingt notwendig, da viele Treppen mehr als steil waren.

Vorfreude auf Kobe

Nachdem ich persönlich aufgrund des Wetters und der ausbleibenden Kirschblüte nicht so begeistert war von Himeji, machte ich mich also auf den Weg nach Kobe. Hier wusste ich genau, was ich auf jeden Fall machen werde. Das berühmte Kobe Fleisch probieren!

Aber ich habe nicht nur das Kobe Fleisch probiert, sondern auch noch eine richtig coole Begegnung mit einer japanischen Familie gehabt.
Aber das werdet Ihr im nächsten Beitrag erfahren.

Bis dahin!

DomZrrR

 

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