Über Tokio und dessen Einwohner

Die Einwohner in Tokio – Ruhig und für sich

Aus Fernsehen und Internet kommen Japaner oft laut und verrückt rüber. Jedoch kann man das im alltäglichen Verhalten der Einwohner in Tokio nicht überall nachvollziehen. Hier und da springt in Tokio mal eine auffallendere Person rum, während der Großteil schlicht und meistens mit Anzug und schicker Kleidung unterwegs ist. Bei vielen Arbeitsplätzen wird ein gewisser Dress Code gefordert. Die Persönlichkeit der Japaner ist sehr ruhig und zurückhaltend. Bevor Sie sich zu einem Thema, das Ihnen missfällt, äußern würden, schweigen Sie lieber und lassen es über sich ergehen. Genauso machen die meisten es bei der Politik, gerade im Bezug auf die Krisensituation mit Nordkorea.
Dieses Verhalten lässt sich auch im Straßenverkehr nachvollziehen. Es wird kein bisschen gedrängelt an den Fußgängerübergängen und man hört auch nur wenig bis eigentlich gar keine Hupen.
In den U-Bahnen  wird oftmals um Ruhe gebeten, die Handys sollen bitte lautlos sein und die Gespräche nicht zu laut.

Wenn man das jetzt so liest könnte man meinen, dass man als Tourist eher unbeliebt ist, wenn man eine Frage hat. Hier ist gerade das Gegenteil der Fall und die Japaner fangen sofort damit an dir zu helfen. Es kommt fast so rüber teilweise, als ob das jetzt oberste Priorität hat. Ich wurde bisher nie irgendwie komisch angeschaut bzw. abgewiesen. Und wenn jemand keine Englisch Kenntnisse hatte, ging dieser zur Zeichensprache über oder holte ein iPad raus um es zu zeichnen und darzustellen. Klappt dies auch nicht suchen Sie nach jemand der Englisch kann.
Diese Mentalität ist glaube ich aber auch in ganz Asien größtenteils vorhanden. Als ich in Thailand unterwegs war fragten wir jemand nach dem Weg zu unserem Hostel. Die Dame hat nach der Telefonnummer der Unterkunft gefragt, da Ihr die Straße gerade nichts gesagt hat. Sie telefonierte kurz mit der Rezeption und meinte zu uns, wir sollen Ihr einfach folgen. Keine 5 Minuten später kamen wir an und Sie lief den ganzen Weg, den wir hergelaufen sind, zurück.

Ein lustiges Verhalten, das die Japaner zudem  besitzen, ist die Auswahl von Restaurants. Umso mehr an einem Restaurant anstehen, umso besser muss es da drin also schmecken. Das führt gerade am Wochenende zu riesigen Schlangen. Heute habe ich eine Schlange mit einer Länge von ca. 50 m gesehen in Shibuya und ich konnte deren Quelle nicht ausmachen. Die Schlangen werden dann von Mitarbeitern des Cafes/Restaurants usw. “gemanaged”, damit diese nicht den normalen Gehweg bzw. Straßen blockieren.

Tokio, sicherste Stadt der Welt?

Tokio ist laut einem Ranking von 2015 die sicherste Stadt der Welt (Quelle: britisches Magazin “Economist”). Die Kriminalitätsrate des Landes liegt knapp vor Singapur. Eine weitere japanische Stadt (Osaka) wäre eigentlich nochmal besser, hat aber wegen der geringeren Einwohnerzahl das Nachsehen.
Das diesem Ranking geglaubt werden kann, hab ich vorgestern miterlebt. Jemand hat in Shibuya mitten auf dem Gehweg sein/ihr Handy verloren. Als ich 2 Stunden später nochmal an dieser Stelle vorbeigekommen bin, lag das Handy zwar nicht mehr direkt an der selben Stelle, aber 1 Meter daneben auf einer kleinen Anhöhe.
Wenn man durch die Straßen läuft hat man in keinem Moment Bedenken, dass etwas passieren könnte.

Morgen: Dragonball Run

Das war ein kleiner Bericht über die Leute hier.
Ich hoffe, ihr habt nun einen kleinen Eindruck erhalten, wie die Leute hier denken.

Morgen steht für mich der Dragonball Run an. Ich habe noch eine Email (auf japanisch) erhalten, in der nähere Informationen zum Event stehen. Anscheinend wird es gar kein klassischer 3 km Lauf, sondern eine Art Pokemon Go Jagd, nur das man nach Dragonballs sucht auf einer 3 km Strecke und nicht nach Pokemon. Ich hoffe immer noch, dass die Anmeldung soweit gepasst hat und ich nicht umsonst den Weg dahin mache. Zudem bin ich gespannt, ob ich alle Erklärungen mitbekomme. Aber einfach überraschen lassen.

Ich werde dann, wie gewohnt, davon berichten.

Bis dahin!

Euer DomZrrR

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