Unterwegs mit Melanie..

Morgenstress beim Checkout

Der Morgen beginnt etwas unruhig. Eigentlich wollte ich mich sanft um kurz vor 9 von meinem Handy wecken lassen, aber im Capsule Hotel hat der große Checkout Stress begonnen. Unruhig wanderten alle Bewohner der Kapseln durch die Gänge und sammelten ihre Sachen zusammen. Mehrfach wurde ich nochmal geweckt, bis ich irgendwann keine Lust mehr hatte und auch mit dem Checkout begonnen habe.
Das Prinzip der Capsule Hotels werde ich nochmal explizit im entsprechenden Beitrag erklären, z.B. auch warum ich heute schon wieder ausgecheckt habe, wenn ich doch noch ein paar Nächte hier bleibe.
Nachdem der Checkout durch war begab ich mich zum Frühstück. Ich hatte wieder einmal Lust auf Sushi.

Bewölkter Start in den Tag –  Auf in die One Piece Erlebniswelt

Mit Melanie, die hier in Tokio als Freelancer tätig ist, habe ich mich erst um 14 Uhr getroffen. Dies bedeutete, dass ich noch ein wenig Zeit zur Verfügung hatte. Spontan entschied ich mich dann für den Tokyo Tower, der gleichzeitig auch die One Piece Erlebniswelt beheimatete. One Piece ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Manga und Anime Formate aus Japan. Er gehört zu den Top 4 der Branche und feierte dieses Jahr 20 jähriges Jubiläum. Da das Wetter von Beginn an sehr bewölkt und leicht regnerisch war bei trotzdem warmen 24 Grad, war dies kein schlechter Plan.

In der One Piece Erlebniswelt im Tokio Tower angekommen erreichte ich gleich mal das über 3 Stockwerke verteilte Gelände. Ich schaute mir eine 25 minütige Live-Aufführung auf japanisch an, die die Strohhut Bande bei einem Art Musical zeigte, soweit ich das richtig verstanden habe.
In der Aufführung trat Buggy, der Clown, auf und entführte anscheinend die Sängerin. Nach einem Hin und Her besiegte schließlich Ruffy (der Kapitän) seinen Gegner und rettete sozusagen den Tag. Die Stimmen, die verwendet wurden, waren die Originalsprecher aus dem Anime.

Live Show in der One Piece Erlebniswelt

Ausstellung auf 3 Ebenen und Minispiele

Nach der Aufführung ging ich durch die einzelnen Themenbereiche bzw. Charakterbereiche der One Piece Erlebniswelt. Fast jeder Charakter hatte ein eigenes Gebiet. Von Ruffy´s persönlichem Hergang in der Serie zu Minispielen von Zorro, Lysop, usw.
Die meisten Minispiele waren nach 5 – 10 Minuten vorbei, jedoch gingen manche auch bis zu 30 Minuten. Auf die ganz langen habe ich am Ende verzichtet, da ich es sonst nicht mehr pünktlich zur ausgemachten Zeit mit Melanie geschafft hätte.
Weiterhin wurden viele Figuren in Echtgröße ausgestellt und waren somit prädestiniert für ein Foto.


Ein Teil aller bekannten Steckbriefe in der One Piece Erlebniswelt
Feuerfaust Portgas D. Ace in der One Piece Erlebniswelt

Schlechte Aussichten in Tokio..

Als ich mit der One Piece Erlebniswelt fertig war, wollte ich eigentlich auf die Aussichtsplattform des Tokyo Towers gehen. Leider wurde mir dann im Aufzug mitgeteilt, dass die Plattform gerade, wegen dem schlechten Wetter, geschlossen wurde. Das war natürlich schade, aber wenn man einen Blick rauswarf, war nicht viel zu sehen. Dies bestätigte sich später auch im government Building (243 m hoch), das Melanie mir zeigte. Dort oben konnte man leider nur ein paar Straßen sehen. An den Fenstern war eine Beschreibung der Landschaft mit einer unbewölkten Ansicht vorhanden an der man vergleichen konnte, wie kurz der Ausblick eigentlich war.

Aussicht vom Regierungsgebäude aus auf Tokio

Pasmo Karte in Dauernutzung

Heute stand weniger laufen und mehr Zug fahren auf dem Programm. Mit Melanie ging es dann in den Bereich Asakusa. Dort finden sich nicht nur unzählige kleine Stände wieder, sondern auch ein großer buddhistischer Tempel. In dem Tempel haben wir ein paar unnötige 1 Yen Münzen hineingeworfen, um das Glück wieder “aufzufüllen”. Die 1 Yen Münzen sind leider ähnlich wie unsere 1 Cent Münzen, nur noch unhandlicher/nutzbarer.

Ein riesiger Schrein in Asakusa in Tokio
Nach dem Tempel verließen wir den Asakusa und gingen bei etwas stärkerem Nieselregen durch teilweise überdächte Passagen. Da der Regen hin und wieder doch etwas stärker wurde hat sich Melanie kurz einen kleinen Regenschirm für ganze 70 Yen! (50 Cent) in einem der tausend Convenient Stores (kleine Mini Supermärkte) gekauft. Das Wetter spielte weiterhin nicht so mit und so entschieden wir zum Ende hin noch durch die Takeshita Stree in Shibuya und danach nach Shinjuku zu gehen.
In der Takeshita Street gibt es viele kleine bunte Läden und vor allem Crepé Stände. Für Melanie gab es ein Waldfrucht-Schocko-Crepé., für mich ein Käsekuchen-Erdbeere-Oreo Kekse Crepé.

Nachts in Shibuya, Tokio

Crepè essen in Shibuya, Tokio

Volle Züge zu später Stunde

Die U-Bahn nach Shinjuku war mehr als überfüllt. Am Ende drängten sich die Leute mit Kraft in den Zug und versuchten doch irgendwie mitfahren zu können. Wir beide hatten in der ersten Bahn, die kam, keinen Platz mehr und warteten einfach die 2-3 Minuten auf die nächste. Jedoch sah es bei dieser nicht besser aus. Gerade so haben wir es reingeschafft und konnten die paar Stationen nach Shinjuku mitfahren.
Am dortigen Bahnhof irrten wir ein wenig auf der Suche nach einem Ausgang herum. Dieser Bahnhof ist einfach so immens riesig, dass ich mich selbst gefragt habe, wie ich gestern ohne Probleme sofort den Weg gefunden habe. Über 30 Linien verkehren an diesem Bahnhof, weshalb es so viele Übergänge zu anderen Gleisen gibt. Dazu besitzt der Bahnhof selber 200 Ausgänge, viele davon relativ unscheinbar.
Als wir dann den nächstbesten Ausgang gefunden haben, liefen wir noch ein wenig durch das blinkende, laute und verrückte Vergnügungsviertel.
Spielhalle an Spielhalle angereiht, Restaurant an Restaurant, blinkendes Schild an blinkendes Schild.
Stellt euch den Times Square vor, nur noch 10 Straßen angereiht.

Abendatmosphäre in Shinjuku, Tokio

Am Ende des Tages

Nach dieser leuchtenden Vielfalt kamen wir so langsam bei meinem Capsule Hotel an und verabschiedeten uns. Melanie wird jetzt die nächsten Tage im Süden Japans verbringen während ich noch bis Montag in Tokio bleibe.

Für meine weitere Reise konnte ich nochmal viele Informationen gewinnen.
Deswegen an dieser Stelle nochmal: Vielen Dank Melanie!

Das war der zweite Tag in Japan. Ich hoffe, meine Erlebnisse sind spannend für euch und ihr bekommt ein wenig die Eindrücke der Stadt und der Kultur mit. Gerne könnt ihr auch Fragen und anderes in den Kommentaren stellen.

Bis zum nächsten Beitrag!

Euer DomZrrR

Wie es in auf meiner Reise weitergeht könnt Ihr hier sehen: Mein Plan in Japan

Alle Fotos und Videos stelle ich auf meiner OneDrive bzw. auf der Seite Fotos und Videos bereit.

3 thoughts on “Unterwegs mit Melanie..

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