Wagyu – Kobe Rindfleisch essen und eine unglaubliche Überraschung erleben

Was für ein Abend! Zurück vom Million Dollar Night View ging es direkt zum Kobe Rindfleisch Restaurant neben meinem Hostel in Chinatown. Was ich da erlebte, werde ich nie vergessen!

Kobe Beef, kurzer Weg, entspannter Abend? Nein, eher aufregend!

Erschöpft kehrte ich zurück von meiner längeren Tour mit dem Auf und Ab des Nebels um den Million Dollar Night View herum und freute mich so richtig auf ein entspanntes und sehr feines Essen.
Ich war gespannt, ob dieses Rindfleisch aus Kobe wirklich das hält, was es verspricht. Im Vorfeld habe ich schon die Tage zuvor beim Erkunden der Gegend die verschiedenen Restaurants, die mit ihrem A5 Kobe Rindfleisch warben, entdeckt und typischerweise im Internet auf Bewertungen geprüft. Meine Wahl fiel letztendlich auf das Steak&Grill Kobe Meriken Hatoba.

Durchgehend gute Bewertungen haben mich überzeugt und somit machte ich mich auf dem Weg zu dem Restaurant um die Ecke. Ja..ich war auch etwas lauffaul :).

Angekommen war der relativ kleine Laden gefüllt mit einer größeren Familie, die am einzigen Sitzplatz im Restaurant saßen. Ich nahm Platz an der Theke und versuchte mich erst einmal zu verständigen, was im ersten Moment leider gar nicht so einfach war, da keiner der Belegschaft Englisch sprechen konnte.

Glücklicherweise gab es jedoch eine englische Karte und durch simples zeigen auf das Menü bzw. der richtigen Aussprache bestellte ich mein Kobe A5 Beef.
Der mit mehreren Urkunden ausgezeichnete Chefkoch begann zu kochen und servierte mir zügig das gesamte Menü.

Kobe Rindfleisch A5, Beef Steak von Meriken Hatoba

Top Rind Steak, entspannte Atmosphäre und nette Gäste

Ich begann zu essen und fing kurz nach meiner Vorspeise natürlich mit großer Vorfreude an mein Kobe Beef zu probieren.

Dieser erste Biss, ich werde ihn nie vergessen. Das Fleisch war perfekt durch einfach so zart zum essen. Der Geschmack war intensiv, aber nicht zu stark. Ich begann nun die Beilagen Stück für Stück zu essen, damit ich von dem guten Rindfleisch am Ende noch viel übrig hatte.

Während ich genüsslich das Fleisch verzehrte, kam ein junges Mädel von der vorher erwähnten Familie zu mir an die Theke. Sie sprach mich auf Englisch an und fragte mich nach meinem Namen und was ich hier genau in Japan mache. Ich antwortete ihr und erzählte von meinen Reiseplänen sowie, dass dies meine zweite Reise in Japan ist. Als sie dies hörte freute sie sich erst einmal in typisch japanischer Art und nannte mir ihren Namen. Natsume,  weiblicher japanischer Name  abgeleitet von Natsu, der Sommer.

Das Gespräch ging weiter und sie erzählte von ihrem Vater, der am Tisch mit seiner Familie saß. Dieser war sehr interessiert daran zu wissen, was wir Deutschen, bzw. alle Ausländer, von den Japanern und speziell Kobe halten. Ich erzählte den beiden ein wenig von unserer Kultur während Natsume gleichzeitig ihrem Vater meine Erklärungen auf japanisch übersetzte.

Die nächsten zwei Stunden vergingen wie im Fluge und hier und da schaltete sich auch der Chefkoch oder auch der kleine Bruder von Natsume ein und trugen zur Unterhaltung bei. Es flossen noch ein paar Whiskey und Sake und gegen halb 12 begann für alle der Heimweg. Ich wollte mich auch bereit machen das doch sehr teure Kobe Rindfleisch samt Menü zu zahlen, wurde jedoch auf einmal unterbrochen.

Und dann kommt der Hammer..

Natsume kommt zu mir her, zeigt auf ihren Vater und winkt mir gegenüber kurz ab. Danach sagt sie nur : No worries, we will treat you!

Ich stand da, meine Kinnlade ein paar Stockwerke tiefer im Keller und konnte gerade nicht fassen, was sie da gesagt hat. Eine fremde Familie aus Japan lädt mich einfach so auf ein richtig teures Kobe Beef Steak zusammen mit mehreren Sake und Whiskey ein (über 110€)!
Ich konnte es nicht glauben und verneinte erst einmal im Versuch doch alles selber zu bezahlen. Die Familie meinte es aber Ernst und nickte lächelnd ein während sie mein überraschtes und verwirrtes Gesicht sahen. Der Chefkoch kam noch zu mir und sagte was auf japanisch, was mir Natsume in der Folge kurz übersetzt hat. “Du hast heute aber Glück, Junge”.

Nach ein paar Minuten begann ich mein Glück dann doch zu akzeptieren und bedankte mich noch 1000 Mal bei Natsume und ihrer Familie. An dieser Stelle nochmal:

Vielen Dank! ありがとう

Meriken Hatoba Beef Steak A5 Besuch

Nach ein paar Selfies und Verabschiedungen war ich immer noch durch den Wind und verließ als letzter das Lokal. Im Hostel traf ich noch kurz die Hostel Besitzerin, der ich noch kurz das eben geschehene schilderte. Sie freute sich mit mir und wollte nochmal alles genau wissen. Am Ende saß ich nochmal eine weitere Stunde an der Rezeption und erzählte von meinem Abend.

Chefkoch von Meriken Hatoba

Das war eins der Highlights auf dieser Reise durch Japan und ich glaube, dass ich diesen verrückten Abend immer in Erinnerung behalten werden.

In den darauffolgenden Tagen ging es dann weiter zum Mt. Fuji ins Tal Hakone. Dazu dann im nächsten Beitrag dann mehr.

Bis dahin!

DomZrrR

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