Wandern auf Miyajima

Es ist doch anders gekommen, als angekündigt, aber es hat sich gelohnt. Heute war ich Wandern auf Miyajima, einer Insel nahe Hiroshima mit dem berühmten „floating Gate“.

Ausgeschlafen, gefrühstückt, fit!

Nach einer ordentlichen Mütze Schlaf, machte ich mich an die Planung und an die spontante Planänderung. Eigentlich wollte ich, wie in meinem Beitrag über das Hanami Fest erwähnt, den ersten Tag direkt in Hiroshima mit den Museen verbringen, habe mich dann jedoch wegen des Wetters umentschieden.

Der neue Plan lautete: Nach Miyajima fahren, das schwebende Tor zu sehen und auf den Mt. Misen zu steigen. Gesagt getan, nach einer knappen Stunde Fahrt mit Bus und Bahn stand ich am Eingang zur Fähre. Ich holte mir noch schnell ein Ticket und spurtete, damit ich die jeden Moment abfahrende Fähre noch erwischen konnte.

Auf dem Weg dorthin lief mir ein Deutscher über den Weg, der wohl nicht so einen Stress hatte, weil er mit seinem Japan Rail Pass sowieso kostenlos fahren durfte. Wir kamen ins Gespräch und verbrachten fortan den Tag zusammen.

Blick von der Fähre auf Miyajima

Wandern, schwitzen und staunen in und über Miyajima

Gemeinsam ging es 10 Minuten lang mit der Fähre nach Miyajima. Wie in Nara liefen wieder einige wilde Rehe auf der gesamten Insel frei herum und ließen sich einfach so streicheln. Nach ein paar Streicheleinheiten ging es dann zum schwebenden Tor, welches zu diesem Zeitpunkt (mittags) noch komplett im Wasser stand. Da der Höchstpunkt der Ebbe um ca. 15:30 erreicht wurde, haben wir uns dazu entschlossen, den Mt. Misen in der Zeit zu erklimmen. Mit zu warmer Kleidung gingen wir an den Start und folgten der Beschilderung. In der Zeit des Aufstiegs laberten wir viel über die verschiedenen Gründe über eine Reise nach Japan, sowie natürlich den Herkunftsort der jeweiligen Person. Die Wanderung selbst könnte einem bayrischen Walde entsprungen sein, da sich die Umgebung kaum von daheim unterschied.

Wildes Reh auf Miyajima

An der Spitze angekommen erwartete uns eine prächtige Aussicht mit Wolken im Hintergrund, die wie gezeichnet wirkten. Die Atmosphäre, die dadurch geschaffen wurde, brachte mir ein erstes Gefühl der Freiheit, die ich auf solchen Reisen verspüre. Wir verbrachten ziemlich viel Zeit oben auf dem Berg, da wir einfach nicht aus dem Staunen gekommen sind, wie weit wir gerade sehen können und wie schön sich die Sonne im Meer gespiegelt hat.

Ausblick vom Mt. Misen.

Ausblick vom Mt. Misen.

Floating Gate – da war doch was?!

Als wir aber schon fast die Zeit vergessen haben, bemerkten wir, wie am großen Tori Gate bereits die ersten Leute ihre Schnappschüsse machten. Unwissend, wie lange die Ebbe anhalten würde, machten wir uns also relativ rasch auf den Rückweg. Dieser ging richtig schnell, war hier und da jedoch nicht immer ungefährlich.

Unten angekommen staunten wir über die wirkliche Größe des „floating Gate“ und bewegten uns vorsichtig von Pfütze zu Pfütze, damit man nicht versehentlich komplett in einer versinkt. Die Flut lies doch länger als wir dachten auf sich warten, weshalb wir auch hier einige Zeit verbrachten.

Blick vom Schrein auf das schwebdene Tor in Miyajima

Auf der Suche nach Essen in Miyajima

Unsere letzte Essenzufuhr war bei uns beiden doch schon relativ lange her, weshalb wir uns nach der Besichtigung des großen Tores auf die Suche nach Essen machten. Leider haben wir den Zeitpunkt hier verpasst, da gefühlt jeder Laden um 16:00 Uhr bereits geschlossen hat. Also holten wir uns nur was Kleines und überlegten uns später richtig in der Stadt essen zu gehen.

Wir liefen also deshalb noch durch die verschiedenen Stände auf einem Markt in der Nähe und machten uns dann zeitnah auf den Heimweg.

Zufalls – Sushi

Unsere Suche nach Essen verlief weiter glücklos. Wir wollten unbedingt Sushi essen und haben nicht die richtigen Restaurants gefunden. Währenddessen haben wir uns noch von den verschiedenen Läden in der Einkaufsstraße (Hondori) ablenken lassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit und verschiedenen Enttäuschungen (geschlossene Veranstaltung, bereits geschlossen) fanden wir endlich ein kleines Sushi Restaurant.

Zum Abschluss des Tages konnten wir somit also noch etwas Zufalls – Sushi spielen, da die Auswahl hauptsächlich auf Japanisch war. Also haben wir uns einfach eine Zufallszahl von Siri generieren lassen und die entsprechende Nummer bestellt. Bis auf ein, zwei Happen war ich mit meinem Glück vollkommen zufrieden, da die Qualität einfach top war!

Viel erlebt am ersten Tag

Der erste Tag ging schnell vorbei und hatte einiges zu bieten. Ich bin vollkommen zufrieden zurück zum Hostel gelaufen und fix und fertig ins Bett gefallen. Die Planung für den nächsten Tag habe ich wieder auf den Morgen verschoben und mich noch schön mit etwas Netflix in der doch relativ bequemen Kapsel entspannt.

Nächstes Mal geht es um die historische Atombombe, die Hiroshima erleiden musste sowie das wiedererrichtete Hiroshima Castle.

Bis dahin!

DomZrrR

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